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Affiliate-Produkte auswählen: Was wirklich zum Artikel passt

Ein Affiliate-Produkt sollte nicht deshalb in einem Blogartikel landen, weil es eine hohe Provision verspricht oder gerade verfügbar ist. Entscheidend ist, ob es zum Problem des Lesers passt und an der richtigen Stelle tatsächlich weiterhilft. Ich gehe deshalb inzwischen stärker vom Inhalt aus und suche erst danach nach einer passenden Möglichkeit zur Monetarisierung.

Das Wichtigste in Kürze
Beginne beim Leserproblem und nicht beim verfügbaren Partnerprogramm.
Lege Auswahlkriterien fest, bevor du konkrete Produkte vergleichst.
Prüfe Produkt und Affiliate-Programm getrennt voneinander.
Eine sinnvolle Auswahl kann auch ergeben, dass kein Affiliate-Produkt nötig ist.

Warum nicht jeder Artikel ein Affiliate-Produkt braucht

Als ich angefangen habe, Affiliate-Links stärker in meine Blogs einzubauen, lag der Fokus zunächst oft auf der naheliegenden Frage: Was kann ich hier verlinken?

Heute finde ich die umgekehrte Frage hilfreicher: Was braucht der Leser an dieser Stelle überhaupt?

Das klingt nach einem kleinen Unterschied, verändert die Auswahl aber deutlich. Ein Artikel kann viel Traffic bekommen und trotzdem kaum für Affiliate-Marketing geeignet sein. Ein anderer Beitrag hat vielleicht weniger Besucher, behandelt dafür aber eine konkrete Kauf- oder Auswahlentscheidung.

Wenn jemand beispielsweise wissen möchte, wie eine bestimmte Technik funktioniert, braucht er möglicherweise nur eine verständliche Anleitung. Geht es dagegen darum, welches Werkzeug, welches Material oder welche Software sich dafür eignet, gibt es einen nachvollziehbaren Grund für eine Produktempfehlung.

Affiliate-Marketing sollte deshalb nicht bedeuten, möglichst viele Links in einen Text einzubauen. Wie der Weg vom Artikel über den Klick bis zu einer möglichen Provision grundsätzlich funktioniert, habe ich bereits im Beitrag Affiliate-Marketing für Blogger: Vom Artikel zur Provision ausführlicher erklärt.

Hier geht es um den Schritt davor: die Auswahl.

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Schritt 1: Beginne mit dem Leserproblem

Bevor du nach einem Produkt suchst, formuliere in einem Satz, welches Problem der betreffende Abschnitt deines Artikels löst.

Zum Beispiel:

  • Der Leser sucht ein Werkzeug für eine bestimmte Aufgabe.
  • Er möchte zwischen mehreren Lösungen wählen.
  • Er braucht eine Software mit einer konkreten Funktion.
  • Er sucht Material für ein DIY-Projekt.
  • Er möchte einen Arbeitsablauf vereinfachen.

Bei einem Artikel über Pinterest-Keyword-Recherche könnte das Problem etwa lauten:

„Ich möchte herausfinden, nach welchen Themen und Begriffen Pinterest-Nutzer tatsächlich suchen.“

Damit hast du bereits eine deutlich bessere Grundlage für die Produktauswahl als mit der Frage: „Welches Pinterest-Tool kann ich als Affiliate verlinken?“

Ein Werkzeug wie Pin Inspector* wäre in diesem konkreten Zusammenhang thematisch nachvollziehbar, weil es genau für die Recherche von Pinterest-Keywords und Trends eingesetzt wird. In einem allgemeinen Beitrag über Blog-Monetarisierung wäre derselbe Link dagegen wesentlich schwerer zu begründen.

Genau diese Prüfung mache ich inzwischen viel konsequenter.

Schritt 2: Lege Auswahlkriterien fest, bevor du Produkte suchst

Wenn du zuerst Produkte anschaust, passiert schnell etwas, das ich für problematisch halte: Man findet ein interessantes Angebot und versucht anschließend, Gründe dafür zu sammeln.

Besser ist es, die Reihenfolge umzudrehen.

Schreibe zuerst auf, was eine passende Lösung zwingend können muss. Danach kannst du prüfen, welche Angebote diese Anforderungen erfüllen.

Eine einfache Tabelle reicht dafür völlig:

Leser brauchtMuss erfüllt seinKann zusätzlich sinnvoll seinFür diese Entscheidung unwichtig
konkrete FunktionjaZusatzfunktionengroße Funktionsliste ohne Bezug
passende Zielgruppejamehrere Variantenbekannte Marke allein
nachvollziehbarer NutzenjaKomfortfunktionenhohe Provision
verständliche Bedingungenjakostenlose Testmöglichkeitauffällige Verkaufsseite

Welche Kriterien wichtig sind, hängt vom Artikel ab.

Bei Software können Funktionen, laufende Kosten und technische Voraussetzungen entscheidend sein. Bei einem physischen Produkt spielen möglicherweise Material, Größe, Einsatzbereich oder Kompatibilität eine größere Rolle.

Die Provision gehört an dieser Stelle noch gar nicht in die erste Auswahlrunde.

Schritt 3: Suche erst jetzt nach passenden Produkten

Wenn du weißt, welche Eigenschaften du brauchst, kannst du gezielt recherchieren.

Mögliche Quellen sind:

  • Hersteller und Anbieter
  • Shops
  • Affiliate-Netzwerke
  • direkte Partnerprogramme
  • Produkte, die du selbst kennst und tatsächlich nutzt

Dabei sollte die Existenz eines Partnerprogramms nicht bestimmen, ob ein Produkt fachlich zum Artikel passt.

Das ist für mich inzwischen einer der wichtigsten Unterschiede.

Ein Produkt kann perfekt zum Leserproblem passen und trotzdem kein interessantes Affiliate-Angebot haben. Umgekehrt kann ein Programm hohe Provisionen anbieten, obwohl das Produkt für deinen konkreten Artikel kaum sinnvoll ist.

Ich würde in diesem Fall immer das Leserproblem höher gewichten.

Das bedeutet im Zweifelsfall auch: kein Affiliate-Link.

Schritt 4: Vergleiche alle Kandidaten anhand derselben Kriterien

Sobald mehrere Produkte infrage kommen, solltest du nicht für jedes Angebot neue Maßstäbe anlegen.

Nimm dieselben Kriterien und vergleiche die Kandidaten damit.

KriteriumProdukt AProdukt BProdukt C
löst das konkrete Problemja/neinja/neinja/nein
notwendige Funktionen vorhandenja/neinja/neinja/nein
für die Zielgruppe geeignetja/neinja/neinja/nein
relevante Einschränkungennotierennotierennotieren
laufende Kostennotierennotierennotieren
sinnvolle Alternative fürnotierennotierennotieren
Affiliate-Programm vorhandenja/neinja/neinja/nein

Ich halte wenig davon, daraus zwangsläufig ein kompliziertes Punktesystem zu bauen. Eine scheinbar exakte Bewertung wie „8,7 von 10 Punkten“ wirkt objektiv, obwohl die Gewichtung meist subjektiv bleibt.

Für einen Blogartikel ist eine nachvollziehbare Begründung hilfreicher.

Warum empfiehlst du dieses Produkt?

Für wen eignet es sich?

Wann wäre eine andere Lösung besser?

Das sind die Fragen, die für den Leser zählen.

Schritt 5: Prüfe Produkt und Partnerprogramm getrennt

Erst wenn ein Produkt fachlich passt, würde ich mir das Partnerprogramm genauer ansehen.

Das sind zwei verschiedene Entscheidungen.

Ein gutes Produkt kann ein für dich unpassendes Partnerprogramm haben. Und ein attraktives Partnerprogramm macht ein ungeeignetes Produkt nicht besser.

Prüfe deshalb unter anderem:

  • Welche Aktion wird überhaupt vergütet?
  • Wie wird die Provision berechnet?
  • Gibt es Ausschlüsse?
  • Welche Werbeformen sind erlaubt?
  • Darfst du Produktbilder oder Produktdaten verwenden?
  • Welche Regeln gelten für Preisangaben?
  • Wie werden Stornos oder Rückgaben behandelt?
  • Wird deine Website für das Programm zugelassen?

Solche Bedingungen unterscheiden sich je nach Anbieter.

Amazon PartnerNet und Affiliate-Netzwerke wie Awin arbeiten beispielsweise mit eigenen Programmrichtlinien. Bei Netzwerken bewirbst du dich häufig zusätzlich bei einzelnen Advertisern. Dass ein Produkt dort gelistet ist, bedeutet deshalb noch nicht automatisch, dass du es direkt bewerben kannst.

Auch Provisionshöhe, Tracking und Vergütungsbedingungen können unterschiedlich sein.

Darum lohnt es sich nicht, allgemeine Regeln wie „Programme mit langer Cookie-Laufzeit sind immer besser“ oder „hohe Provision bedeutet mehr Einnahmen“ aufzustellen.

Ob ein Angebot wirtschaftlich funktioniert, zeigt sich letztlich erst in deinen eigenen Daten.

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Eine hohe Provision macht noch kein gutes Affiliate-Produkt

Dieser Punkt wird bei Affiliate-Marketing gerne auf eine einzelne Zahl reduziert.

Produkt A zahlt 5 Prozent.

Produkt B zahlt 20 Prozent.

Also ist Produkt B besser.

So einfach funktioniert es nicht.

Entscheidend ist unter anderem:

  • ob überhaupt jemand auf den Link klickt,
  • ob das Angebot zur Erwartung des Lesers passt,
  • ob anschließend eine vergütete Aktion stattfindet,
  • ob diese Aktion bestätigt oder später storniert wird.

Ein hoher Provisionssatz bringt dir wenig, wenn das Produkt für den Leser uninteressant ist.

Andererseits wäre auch die pauschale Aussage falsch, eine niedrige Provision lohne sich grundsätzlich nicht.

Ich sehe das bei meinen eigenen Blogs inzwischen wesentlich pragmatischer. Ich beobachte nicht nur Bestellungen oder Provisionen, sondern auch externe Klicks. Dadurch lässt sich schon früher erkennen, welche Themen und Empfehlungen überhaupt Interesse auslösen.

Bei Dekodent hat mir diese Auswertung zum Beispiel gezeigt, dass das Thema Epoxidharz auffällig viele Affiliate-Klicks erzeugt. Daraus lässt sich noch kein Verkaufserfolg garantieren. Es zeigt aber, dass Leser bei diesem Thema offenbar weiterführende Produktinformationen suchen.

Solche Signale sind für die weitere Content- und Produktauswahl wesentlich nützlicher als eine theoretische Provisionsrechnung.

Lieber wenige begründete Empfehlungen als eine lange Produktliste

Auf Dekodent hatte ich früher häufiger fünf bis sieben einzelne Produktlinks in einem Artikel.

Inzwischen arbeite ich kompakter. Oft besteht ein Empfehlungsbereich nur noch aus zwei konkreten Produkten und einer passenden Amazon-Ideenliste.

Der Grund ist nicht, dass zwei Produkte grundsätzlich die optimale Zahl wären. Für meine Artikel ist die Auswahl dadurch aber klarer geworden.

Ich muss bei jedem Produkt stärker begründen können, warum es dort überhaupt steht.

Das ist auch eine gute Kontrollfrage für jeden anderen Blog:

Wenn du zu einem Affiliate-Link keinen vernünftigen Satz schreiben kannst, der erklärt, warum genau dieses Produkt für den Leser hilfreich ist, brauchst du den Link wahrscheinlich nicht.

Ein Produkt oder mehrere Alternativen?

Es gibt keinen Grund, in jedem Artikel einen einzigen „Testsieger“ zu bestimmen.

Mehrere Empfehlungen können sinnvoll sein, wenn Leser unterschiedliche Anforderungen haben.

Zum Beispiel:

  • eine einfache Lösung für Einsteiger,
  • eine Variante mit größerem Funktionsumfang,
  • eine Lösung für einen anderen Einsatzbereich.

Wichtig ist, dass die Unterschiede tatsächlich relevant sind.

„Alternative 1“, „Alternative 2“ und „Alternative 3“ bringen wenig, wenn alle Angebote praktisch dasselbe Problem auf dieselbe Weise lösen.

Google empfiehlt bei Inhalten, die Menschen bei Kaufentscheidungen unterstützen, ebenfalls nachvollziehbare Entscheidungskriterien, Vor- und Nachteile sowie geeignete Alternativen zu berücksichtigen.

Das deckt sich mit dem, was für Leser ohnehin hilfreicher ist: keine künstliche Gewinnerliste, sondern eine Entscheidungshilfe.

Prüfe auch die Zielseite hinter deinem Affiliate-Link

Deine Empfehlung endet nicht beim Klick.

Schau dir deshalb auch an, wo der Leser anschließend landet.

Passt die Produktbeschreibung zu dem, was du im Artikel schreibst?

Werden zusätzliche Kosten deutlich?

Ist das Produkt noch verfügbar?

Ist erkennbar, welche Leistung enthalten ist?

Funktioniert die Seite auch auf dem Smartphone ordentlich?

Du musst daraus keinen ausführlichen Shop-Test machen. Es geht darum, grobe Widersprüche zu vermeiden.

Wenn du im Artikel eine bestimmte Funktion als Kaufgrund nennst und diese auf der aktuellen Produktseite gar nicht mehr angeboten wird, stimmt deine Empfehlung nicht mehr.

Gerade bei Software und digitalen Diensten können sich Funktionen, Tarife und Bedingungen ändern.

Deshalb gehören Affiliate-Produkte für mich zur normalen Artikelpflege.

Eigene Erfahrung und recherchierte Empfehlung trennen

Du musst ein Produkt nicht automatisch selbst gekauft haben, um darüber sachlich informieren zu können.

Du solltest allerdings nicht so schreiben, als hättest du persönliche Erfahrungen damit, wenn das nicht stimmt.

Das betrifft Formulierungen wie:

„Ich nutze das schon lange.“

„Bei mir funktioniert das perfekt.“

„Das beste Tool ist …“

Solche Aussagen brauchen eine tatsächliche Grundlage.

Wenn du ein Angebot anhand öffentlich verfügbarer Informationen ausgewählt hast, kannst du genau das transparent beschreiben:

„Diese Variante eignet sich, wenn du Funktion X brauchst.“

Oder:

„Ich habe die Produkte für diesen Vergleich danach ausgewählt, ob sie X, Y und Z erfüllen.“

Das ist sachlich und trotzdem hilfreich.

Wenn du dich noch grundsätzlich mit Blogaufbau und Monetarisierung beschäftigst, findest du dazu auch meinen Beitrag Eigenen Blog starten und monetarisieren.

Affiliate-Produkte nach der Veröffentlichung weiter prüfen

Ein einmal gesetzter Link bleibt nicht automatisch sinnvoll.

Produkte verschwinden.

Programme ändern ihre Bedingungen.

Software erhält neue Tarife.

Funktionen werden gestrichen oder ergänzt.

Links funktionieren irgendwann nicht mehr.

Deshalb lohnt sich eine regelmäßige Kontrolle, vor allem bei Artikeln, die bereits Traffic oder Affiliate-Klicks bekommen.

Ich würde dabei zuerst die wichtigsten Seiten prüfen und nicht versuchen, jeden älteren Beitrag ständig komplett zu überarbeiten.

Sinnvolle Kennzahlen sind beispielsweise:

KennzahlWas sie dir zeigt
Artikelaufrufewie häufig der Inhalt genutzt wird
externe Affiliate-Klicksob Leser die Empfehlung anklicken
Affiliate-KlickrateVerhältnis zwischen Besuchen und Klicks
erfasste Conversionsvom Partnerprogramm registrierte Aktionen
bestätigte Provisionnach Prüfung akzeptierte Vergütung
Stornosnachträglich nicht vergütete Aktionen
Einnahmen pro Artikelwirtschaftlicher Beitrag des Inhalts

Diese Werte solltest du nicht miteinander vermischen.

Ein Klick ist noch kein Verkauf.

Eine erfasste Bestellung ist noch keine bestätigte Provision.

Und eine bestätigte Provision ist nicht dasselbe wie der tatsächlich ausgezahlte Betrag.

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Wann ich ein Affiliate-Produkt ersetzen würde

Für mich gibt es mehrere gute Gründe, eine Empfehlung noch einmal zu prüfen:

Das Produkt ist nicht mehr verfügbar.

Wichtige Eigenschaften haben sich geändert.

Die Zielseite passt nicht mehr zum Inhalt des Artikels.

Das Partnerprogramm wurde beendet.

Eine andere Lösung passt inzwischen deutlich besser zum Leserproblem.

Oder ich merke anhand meiner Daten, dass Leser zwar auf einen Abschnitt reagieren, die konkrete Empfehlung aber kaum Interesse bekommt.

Der letzte Punkt braucht etwas Geduld. Wenige Klicks oder Verkäufe reichen nicht, um ein Produkt sicher als ungeeignet einzustufen. Gerade kleine Blogs haben häufig schlicht zu wenig Daten für belastbare Vergleiche.

Typische Fehler bei der Auswahl von Affiliate-Produkten

Einer der häufigsten Fehler ist aus meiner Sicht, die Reihenfolge umzudrehen: Erst wird ein Partnerprogramm gefunden, danach sucht man nach Artikeln, in denen man das Produkt irgendwie unterbringen könnte.

Weitere Probleme entstehen, wenn du:

  • nur nach Provisionshöhe auswählst,
  • zu viele ähnliche Angebote einfügst,
  • Herstellertexte praktisch übernimmst,
  • eine recherchierte Empfehlung als eigenen Test darstellst,
  • Produkte als „beste“ bezeichnest, ohne Auswahlkriterien zu erklären,
  • keine Alternativen berücksichtigst,
  • ältere Affiliate-Links nie wieder kontrollierst.

Gerade bei etablierten Blogs sammelt sich sonst mit der Zeit einiges an Links an, die irgendwann nicht mehr richtig zum Inhalt passen.

Affiliate-Produkte auswählen: meine einfache Checkliste

Bevor du einen neuen Affiliate-Link einfügst, kannst du diese Fragen durchgehen:

  1. Welches konkrete Problem hat der Leser an dieser Stelle?
  2. Braucht er dafür überhaupt ein Produkt oder einen Dienst?
  3. Welche Eigenschaften muss die Lösung zwingend haben?
  4. Erfüllt das ausgewählte Produkt diese Anforderungen?
  5. Kann ich erklären, warum ich gerade dieses Produkt erwähne?
  6. Welche Einschränkungen sollte der Leser kennen?
  7. Gibt es eine sinnvolle Alternative?
  8. Stimmen meine Aussagen mit der aktuellen Produktseite überein?
  9. Habe ich die Bedingungen des Partnerprogramms geprüft?
  10. Würde der Abschnitt auch ohne Affiliate-Link noch inhaltlich funktionieren?

Bei der letzten Frage werde ich besonders aufmerksam.

Wenn ein Abschnitt nur existiert, damit dort ein Affiliate-Link untergebracht werden kann, ist das meistens kein besonders guter Abschnitt.

Kennzeichnung von Affiliate-Links nicht vergessen

Affiliate-Links haben einen kommerziellen Zweck. Dieser muss für Leser erkennbar sein.

Zusätzlich zur sichtbaren Kennzeichnung solltest du kommerzielle Links technisch entsprechend kennzeichnen. Google empfiehlt dafür rel="sponsored"; nofollow wird für solche Links weiterhin akzeptiert.

Die genauen Vorgaben des jeweiligen Partnerprogramms kommen hinzu. Amazon verlangt beispielsweise einen eigenen Hinweis darauf, dass du als Amazon-Partner an qualifizierten Verkäufen verdienst.

Die rechtliche und technische Kennzeichnung ändert allerdings nichts an der eigentlichen Produktauswahl. Sie kommt danach.

Fazit: Erst das Problem, dann das Produkt

Wenn ich heute Affiliate-Produkte für einen Blogartikel auswähle, beginne ich nicht mit dem Partnerprogramm. Ich schaue zuerst darauf, was der Leser an dieser Stelle tatsächlich braucht.

Danach folgen Auswahlkriterien, mögliche Produkte und erst anschließend die Frage, wie sich eine passende Empfehlung monetarisieren lässt.

Nimm dafür einen deiner bestehenden Artikel und suche dir einen Abschnitt mit Affiliate-Link heraus. Schreibe das Leserproblem und drei notwendige Auswahlkriterien auf. Wenn die aktuelle Empfehlung dazu passt, hast du eine nachvollziehbare Grundlage. Wenn nicht, weißt du ziemlich genau, wo du mit der Überarbeitung anfangen kannst.

Hinweis: Mit * gekennzeichnete Links sind Werbelinks. Wenn Du darüber einkaufst, erhalten wir möglicherweise eine kleine Provision. Für Dich entstehen keine zusätzlichen Kosten. Als Amazon-Partner verdiene ich an qualifizierten Verkäufen.

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