Pin Inspector Anleitung: Keywords für deinen Blog recherchieren
Diese Pin Inspector Anleitung zeigt dir, wie ich Pinterest-Keywords für meine Blogs recherchiere und daraus konkrete Themen ableite. Ich nutze Pin Inspector täglich für meine Content-Recherche, für Trends und für die Recherche zu neuen Pinterest-Pins. Entscheidend ist für mich dabei nicht die Menge der gefundenen Begriffe, sondern der Weg vom ersten Suchwort bis zu einem passenden Blogthema oder einem neuen Pin.
Was ist Pin Inspector?
Pin Inspector ist eine Desktop-Software für Pinterest-Recherche. Die aktuelle Version 2 läuft laut Anbieter unter Windows und auf aktuellen macOS-Versionen. Zum Funktionsumfang gehören unter anderem der Keyword Generator, eine Trend-Recherche, der Pins Analyzer, der Boards Analyzer, der Pinner Analyzer sowie weitere Analysewerkzeuge.
Für meinen täglichen Arbeitsablauf brauche ich davon nicht ständig jede einzelne Funktion. Besonders wichtig sind für mich die Bereiche, mit denen ich neue Suchbegriffe finde, Themenentwicklungen prüfe und bestehende Pins zu einem Thema untersuchen kann.
Genau darin liegt für mich auch der Unterschied zu einer einfachen Pinterest-Suche: Ich kann wesentlich systematischer recherchieren und die Ergebnisse anschließend für verschiedene Aufgaben weiterverwenden.
Ich nutze Pin Inspector unter anderem für:
- neue Blogthemen,
- ergänzende Artikel zu bestehenden Themen,
- Keyword-Ideen,
- saisonale Themen,
- Trend-Recherche,
- neue Blickwinkel auf vorhandene Inhalte,
- Pin-Titel und Pin-Themen,
- die Recherche zu bereits vorhandenen Pins eines Themas.
Wenn du Pinterest grundsätzlich erst in deinen Blog einbinden möchtest, findest du dazu auch meinen Beitrag Pinterest für Blogger: So führt ein Pin zum Blogartikel.

Mit welchem Begriff starte ich meine Recherche?
Am Anfang steht ein Ausgangsbegriff, häufig auch Seed-Keyword genannt. Das ist noch nicht unbedingt das Keyword, auf das später ein kompletter Artikel ausgerichtet wird. Es ist zunächst der Begriff, mit dem du ein Themengebiet öffnest.
Je allgemeiner dieser Begriff ist, desto breiter können die Ergebnisse werden.
Ein Begriff wie „Rezepte“ wäre beispielsweise sehr weit gefasst. „Meal Prep“, „Balkon bepflanzen“ oder „Weihnachtsdeko basteln“ grenzen das Thema bereits stärker ein.
Für meine Content-Recherche frage ich mich deshalb zuerst:
- Zu welchem Bereich meines Blogs suche ich neue Inhalte?
- Gibt es bereits einen Hauptartikel, den ich sinnvoll ergänzen kann?
- Suche ich ein komplett neues Thema oder Unterthemen?
- Geht es um eine aktuelle Saison?
- Möchte ich anschließend einen Blogartikel planen oder vor allem neue Pins erstellen?
Damit verhindere ich, dass aus der Recherche lediglich eine große Sammlung zusammenhangloser Begriffe entsteht.
Schritt 1: Pinterest-Keywords mit Pin Inspector sammeln
Der Keyword Generator von Pin Inspector nutzt nach Angaben des Anbieters die Autosuggest-Daten von Pinterest. Dabei handelt es sich um Vorschläge, die auf Grundlage eines Ausgangsbegriffs ermittelt werden.
Für die erste Recherche muss noch nicht jeder Begriff perfekt sein. Ich möchte an dieser Stelle zunächst sehen, welche Suchrichtungen sich rund um mein Ausgangsthema ergeben.
Angenommen, du betreibst einen Foodblog und möchtest rund um „Meal Prep“ recherchieren. Dann können sich aus einem solchen Ausgangsthema verschiedene Richtungen ergeben:
- Rezepte,
- Frühstück,
- Mittagessen,
- Büro,
- vegetarische Varianten,
- Vorbereitung,
- Wochenplanung.
Das sind zunächst Themenrichtungen und keine Aussage darüber, wie häufig ein bestimmter Begriff tatsächlich gesucht wird.
Gerade dieser Unterschied ist wichtig. Ein Keyword-Vorschlag ist zunächst ein Recherchehinweis. Er ist keine Garantie dafür, dass ein Artikel damit viele Besucher bekommt.
Schritt 2: Unpassende Keywords konsequent entfernen
Jetzt beginnt der eigentlich wichtige Teil der Keyword-Recherche.
Nicht jeder gefundene Begriff gehört automatisch in deinen Contentplan. Ich sortiere deshalb alles aus, was für den jeweiligen Blog nicht relevant ist oder nicht zur geplanten Ausrichtung passt.
Dabei helfen einfache Fragen:
| Prüfung | Frage |
|---|---|
| Themenbezug | Passt der Begriff wirklich zu meinem Blog? |
| Suchabsicht | Kann ich die erwartete Frage sinnvoll beantworten? |
| Inhaltliche Tiefe | Reicht das Thema für einen eigenen Artikel? |
| Überschneidung | Habe ich bereits einen Beitrag, der diese Frage abdeckt? |
| Ergänzung | Lässt sich der Begriff besser in einen vorhandenen Artikel integrieren? |
Ein Keyword kann interessant aussehen und trotzdem redaktionell unpassend sein.
Das gilt besonders, wenn ein Begriff zwar zum Oberthema gehört, die dahinterliegende Suchabsicht aber in eine ganz andere Richtung führt. Genau deshalb übernehme ich nicht einfach sämtliche Ergebnisse in meine Planung.
Schritt 3: Keywords zu Themenclustern zusammenfassen
Nach dem Aussortieren ordne ich ähnliche Begriffe zusammen.
Aus einer ungeordneten Liste werden dadurch Themencluster.
Beim Beispiel „Meal Prep“ könnten etwa folgende Gruppen entstehen:
Meal Prep Grundlagen: Planung, Vorbereitung, Aufbewahrung
Meal Prep Rezepte: einfache Gerichte, vegetarische Gerichte, schnelle Rezepte
Meal Prep für bestimmte Situationen: Büro, Schule, unterwegs
Meal Prep nach Mahlzeiten: Frühstück, Mittagessen, Snacks
Jetzt lässt sich wesentlich besser erkennen, ob aus einer Gruppe ein eigener Artikel entstehen kann oder ob mehrere Keywords dieselbe Leserfrage beschreiben.
Das ist für mich einer der wichtigsten Schritte. Ich recherchiere mit Pin Inspector nicht nur, um einzelne Keywords irgendwo in einen Artikel einzubauen. Die Recherche hilft mir vor allem dabei, Content-Strukturen zu erkennen.

Schritt 4: Aus dem Cluster konkrete Blogthemen entwickeln
Erst jetzt wird aus der Keyword-Recherche eine echte Content-Recherche.
Ein Themencluster kann einen Hauptartikel ergeben. Ein anderes Cluster eignet sich vielleicht als ergänzender Beitrag. Manche Keywords sind wiederum nur unterschiedliche Formulierungen derselben Frage und brauchen keinen eigenen Artikel.
Eine mögliche Sortierung könnte beispielsweise so aussehen:
| Themencluster | mögliche Leserfrage | redaktionelle Verwendung |
|---|---|---|
| Meal Prep Grundlagen | Wie funktioniert Meal Prep? | Grundlagenartikel |
| Meal Prep vegetarisch | Welche Gerichte eignen sich? | eigener Rezeptartikel |
| Meal Prep Frühstück | Was kann ich morgens vorbereiten? | eigener Schwerpunkt |
| Meal Prep Büro | Was lässt sich gut mitnehmen? | ergänzender Artikel |
| Meal Prep Aufbewahrung | Wie lagere ich vorbereitete Mahlzeiten? | Abschnitt oder eigener Ratgeber |
Das Beispiel zeigt bewusst einen möglichen Arbeitsweg. Es stellt keine tatsächlichen Such- oder Trafficdaten dar.
Gerade bei größeren Blogs ist diese Sortierung außerdem hilfreich, um Überschneidungen zu vermeiden. Bevor ich einen neuen Beitrag plane, prüfe ich deshalb, ob bereits ein Artikel vorhanden ist, der dieselbe Suchabsicht abdeckt.
Wenn du noch am Anfang stehst, findest du die grundlegenden Schritte auch in meinem Beitrag darüber, wie du einen eigenen Blog starten und monetarisieren kannst.
Schritt 5: Trends getrennt von normalen Keyword-Ideen prüfen
Pin Inspector nutze ich nicht nur für klassische Keyword-Recherche, sondern auch für Trends.
Das ist vor allem bei saisonalen Themen interessant. Ein Begriff kann das ganze Jahr relevant sein, zu bestimmten Zeiten deutlich stärker in den Vordergrund rücken oder nur für einen relativ kurzen Zeitraum interessant werden.
Pinterest stellt zusätzlich mit Pinterest Trends ein eigenes Werkzeug bereit. Dort lassen sich je nach verfügbarem Markt Entwicklungen von Suchbegriffen über einen längeren Zeitraum betrachten. Pinterest beschreibt unter anderem historische Trends und Veränderungen über verschiedene Zeiträume.
Ich würde deshalb Keyword-Ideen und Trends nie als dasselbe behandeln.
Ein Keyword beantwortet zunächst die Frage:
Wonach suchen Menschen beziehungsweise welche Suchrichtungen existieren rund um ein Thema?
Die Trend-Recherche beantwortet eine andere Frage:
Wie entwickelt sich das Interesse an einem Thema im Zeitverlauf?
Für meine Contentplanung ist beides nützlich.
Gerade bei saisonalen Artikeln kann daraus beispielsweise die Entscheidung entstehen, einen bestehenden Beitrag rechtzeitig zu aktualisieren, zusätzliche Pins vorzubereiten oder ein ergänzendes Thema einzuplanen.
Schritt 6: Suchvolumen nicht mit Erfolg verwechseln
Bei Keyword-Tools ist die Versuchung groß, sich vor allem auf Zahlen zu konzentrieren.
Bei Pin Inspector sollte jedoch genau darauf geachtet werden, aus welcher Quelle eine Kennzahl stammt.
Der Anbieter nennt unter anderem Daten innerhalb des Annotation Analyzers. Zusätzlich kann Pin Inspector Daten von Keywords Everywhere integrieren. Dafür ist eine separate Nutzung der entsprechenden API erforderlich.
Solche Datenquellen sollte man nicht miteinander vermischen.
Noch wichtiger: Ein angezeigtes Suchvolumen bedeutet nicht automatisch, dass dein späterer Artikel oder Pin entsprechend viele Aufrufe erhält.
Ob ein Inhalt ausgespielt und geklickt wird, hängt von weiteren Faktoren ab. Dazu gehören unter anderem das konkrete Thema, der Pin selbst, die Verknüpfung mit der Zielseite und die tatsächliche Relevanz für die jeweilige Suche.
Ich nutze Zahlen deshalb als zusätzliche Information und nicht als automatische Entscheidung darüber, ob ein Thema auf meinen Blogs erscheinen soll.
Schritt 7: Pin-Recherche vor der Erstellung neuer Pins
Ein weiterer Bereich, für den ich Pin Inspector täglich einsetze, ist meine Pin-Recherche.
Bevor ich neue Pinterest-Inhalte zu einem Artikel plane, kann ich prüfen, welche Pins rund um ein Thema bereits vorhanden sind und welche unterschiedlichen inhaltlichen Blickwinkel verwendet werden.
Dabei geht es mir nicht darum, vorhandene Pins nachzubauen.
Interessant sind vielmehr Fragen wie:
- Welche Teilaspekte eines Themas werden häufig aufgegriffen?
- Welche konkreten Probleme stehen im Mittelpunkt?
- Welche Begriffe tauchen rund um das Thema auf?
- Welche unterschiedlichen Themenwinkel gibt es?
- Gibt es Aspekte meines Artikels, die sich für einen eigenen Pin eignen?
Ein umfangreicher Blogartikel muss schließlich nicht auf jedem Pin mit demselben Titel beworben werden.
Ein Artikel über zehn Ideen kann beispielsweise einen allgemeinen Pin erhalten und zusätzlich mehrere Pins, die einzelne Schwerpunkte daraus aufgreifen.
Die Recherche hilft mir damit, unterschiedliche Pin-Ansätze zu entwickeln und Keywords gezielter einzusetzen.

Keywords für Pins sinnvoll einsetzen
Pinterest empfiehlt selbst, einem Pin über Titel, Beschreibung, Link und die passende Pinnwand Kontext zu geben.
Deshalb bringt es wenig, einfach möglichst viele recherchierte Keywords in eine Beschreibung zu packen.
Ein Keyword sollte zum tatsächlichen Inhalt des Pins und zur verlinkten Seite passen.
Ich nutze meine Recherche deshalb eher als Auswahlhilfe:
- Was ist das konkrete Thema dieses Pins?
- Welche Suchabsicht passt dazu?
- Welcher Begriff beschreibt den Inhalt verständlich?
- Welcher Teil des Blogartikels steht auf diesem Pin im Mittelpunkt?
- Passt die Zielseite genau zu diesem Versprechen?
Damit wird aus einer großen Keyword-Liste eine konkrete Entscheidung für einen einzelnen Pin.
Mein kompletter Workflow mit Pin Inspector
Mein Einsatz von Pin Inspector lässt sich deshalb nicht auf „Keywords finden“ reduzieren.
Der Ablauf sieht in der Praxis eher so aus:
Ausgangsbegriff → Keyword-Recherche → Relevanzprüfung → Themencluster → Trendprüfung → Blogthema → Pin-Recherche → neuer Pin
Je nach Aufgabe steige ich natürlich an einer anderen Stelle ein.
Wenn ich nach neuen Contentideen suche, beginne ich weiter vorne bei den Keywords und Themenclustern.
Wenn der Blogartikel bereits vorhanden ist und ich neue Pinterest-Pins erstellen möchte, liegt mein Schwerpunkt stärker auf Keyword- und Pin-Recherche.
Wenn ein saisonales Thema bevorsteht, spielt dagegen die Trend-Recherche eine größere Rolle.
Das ist auch der Grund, warum ich Pin Inspector täglich nutze: Es ist für mich kein Werkzeug für eine einmalige Keyword-Liste, sondern Teil meiner laufenden Content- und Pinterest-Recherche.
Was kostet Pin Inspector?
Pin Inspector wird als Desktop-Software verkauft und nicht als klassisches monatliches Software-Abo angeboten.
Zum Recherchezeitpunkt am 25. September 2026 nennt die Herstellerseite für Pin Inspector Version 2 einen regulären Preis von 67 US-Dollar als Einmalzahlung. Auf der öffentlich zugänglichen Herstellerseite wurde zum Recherchezeitpunkt außerdem ein Rabattcode angezeigt, mit dem der Preis auf 47 US-Dollar reduziert wurde.
Preise und Rabattaktionen können sich ändern. Maßgeblich ist deshalb immer der aktuell auf der Verkaufsseite angezeigte Preis.
Wenn du dir das Programm ansehen möchtest, findest du es hier:
Der verlinkte Verkaufspfad ist mein Affiliate-Link. Die dort aktuell angezeigten Konditionen können von zeitlich begrenzten Angeboten auf anderen Verkaufsseiten abweichen.
Woran erkennst du, ob deine Recherche später etwas bringt?
Die Keyword-Recherche selbst ist noch kein Ergebnis.
Nach der Veröffentlichung eines Pins kannst du in Pinterest Analytics unter anderem prüfen:
- Impressionen,
- gespeicherte Pins,
- Pin-Klicks,
- ausgehende Klicks.
Für einen Blog sind die ausgehenden Klicks besonders interessant. Pinterest bezeichnet damit Aktionen, die Nutzer von Pinterest zu einem Ziel außerhalb der Plattform führen.
Wenn dein Ziel Blog-Traffic ist, kannst du damit besser beurteilen, ob ein Pin tatsächlich Besucher zur verlinkten Seite bringt.
Dabei solltest du die Kennzahlen getrennt betrachten: Viele Impressionen bedeuten nicht automatisch viele Websitebesuche. Ebenso sagt eine große Keyword-Liste noch nichts darüber aus, wie ein späterer Pin tatsächlich performt.
Häufige Fragen zu Pin Inspector
Kann ich Pin Inspector für deutsche Keywords verwenden?
Du kannst deutsche Ausgangsbegriffe für deine Recherche verwenden. Welche und wie viele Vorschläge zu einem konkreten Begriff erscheinen, hängt vom jeweiligen Thema und den verfügbaren Daten ab.
Brauche ich zusätzlich Pinterest Trends?
Die Werkzeuge erfüllen unterschiedliche Aufgaben. Pin Inspector kann für Keyword-, Pin- und weitere Pinterest-Recherchen eingesetzt werden. Pinterest Trends eignet sich zusätzlich dazu, Entwicklungen und saisonale Veränderungen von Themen zu betrachten.
Brauche ich Keywords Everywhere?
Nein. Keywords Everywhere ist eine zusätzliche Datenquelle, die laut Pin-Inspector-Anbieter integriert werden kann. Für die grundlegende Arbeit mit Pin Inspector ist sie nicht mit der eigentlichen Pinterest-Keyword-Recherche gleichzusetzen.
Ist ein Keyword mit hohem Suchvolumen automatisch die beste Wahl?
Nein. Das Keyword muss zu deinem Blog, zum konkreten Artikel und zur Suchabsicht passen. Außerdem garantiert ein Suchvolumen weder Pinterest-Reichweite noch Klicks oder Rankings.
Fazit: Aus Keyword-Daten müssen Content-Entscheidungen werden
Pin Inspector ist für mich vor allem deshalb nützlich, weil ich damit verschiedene Teile meiner täglichen Recherche verbinden kann. Ich suche neue Contentthemen, prüfe Trends und recherchiere Keywords und Pins, bevor ich neue Pinterest-Inhalte erstelle.
Der entscheidende Schritt passiert aber nach der Recherche: Begriffe müssen aussortiert, gruppiert und in sinnvolle Themen übersetzt werden. Wenn du Pin Inspector zum ersten Mal nutzt, starte deshalb mit einem einzigen relevanten Ausgangsbegriff und arbeite dich bis zu einer kleinen, klar sortierten Themenliste vor. Weitere Inhalte rund um Pinterest und Besuchergewinnung findest du in der Kategorie Blog-Traffic.
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